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Neue Deutsche Hecke F1 – sativadominierte Outdoor-Kreuzung
Deutsche Hecke klingt nach Komposthaufen-Cannabis? Deswegen heißt diese hier Neue Deutsche Hecke. Belgische Outdoor-Genetik mit jahrelanger Selektion trifft auf meine Baglung Love Rush, heraus kommt eine stark sativadominierte Linie mit Lime-Honig-Aroma statt Kellermuff.
Die Kreuzung steht in ihrer ersten Saison. Angelegt ist sie so, dass die frühe, lichtgesteuerte Blüte von beiden Seiten kommt – dazu unten mehr, denn das ist der eigentliche Punkt dieser Verpaarung. Was sie nicht liefert, ist Gleichmäßigkeit: keiner der beteiligten Elternteile ist eine durchgezüchtete Linie!
Kurz-Info:
- Sechs Gründerlinien, Charakter klar sativadominiert
- Mutter: (Mextiza × UEL) S1 – Züchterarbeit von Outdoorking
- Vater: Baglung Love Rush F1
- Aroma: Lime und Honig mit Buttermilch-Zitronen-Note, dazu fruchtig-erdig
- Hybridtyp: F1 aus zwei Elternteilen, die selbst nicht durchgezüchtet sind – einzelne Merkmale kommen verlässlich durch, der Rest spaltet auf
- Blühbeginn: im laufenden ersten Anbaujahr ab der zweiten Juliwoche, bei natürlicher Keimung und später Auspflanzung auf 48,5° nördlicher Breite
- Keimung: ausschließlich im natürlichen Lichtzyklus, frühestens Anfang Mai – bitte den Kasten unten lesen
Stammbaum kompakt:
│
├── (Mextiza × UEL) S1 – @arnold
│ ├── Mextiza [NepalJam F6 × Oaxaca ’79]
│ └── Ultra Early Love [G-13 × Colombian Gold]
│
└── Baglung Love Rush F1
├── Baglung Nepalese
└── Ultra Early Love F6
Keimung und Anzucht – der häufigste Grund, warum diese Genetik scheitert
Dieser Abschnitt steht bewusst vor der Genetik. Fast jede Beschwerde, die mich zu meinen Linien erreicht, geht auf einen dieser beiden Fehler zurück, und beide passieren im Frühjahr, Monate bevor man das Ergebnis sieht.
Was nicht geht
- Keine Indoor-Vorzucht unter Kunstlicht. Sämlinge stehen dort meist 18 bis 20 Stunden im Licht. So lange ist der Tag draußen nie, auch im Hochsommer nicht.
- Kein Anblühen zum Geschlechtsbestimmen. Pflanzen für ein paar Wochen in einen kurzen Lichtzyklus stellen, um Männchen auszusortieren, und danach zurück nach draußen: das ist derselbe Eingriff wie oben, nur absichtlich. Bei meinen Linien ist es der teuerste Fehler der ganzen Saison.
Warum die Pflanze danach in keiner Phase mehr richtig ankommt
Eine photoperiodische Pflanze misst nicht die Tageslänge, sondern die Länge der ununterbrochenen Dunkelheit. Wird sie von 18 Stunden Licht auf 15 Stunden umgesetzt, liest sie die Verkürzung als Herbst und beginnt Blütenhormone zu bilden. Dann wird es draußen wieder länger hell, und der Reiz kippt zurück.
Von diesem Hin und Her erholt sich die Pflanze in derselben Vegetation selten, und der Grund ist nicht einfach nur, dass sie weiterwächst. Sie blüht oft weiter und will gleichzeitig zurück ins Wachstum. Der Weg zurück braucht Wochen, und bis sie wirklich wieder vegetativ wäre, ist der Tag draußen schon so kurz, dass sie eigentlich blühen müsste. Sie kommt in keiner der beiden Phasen an. Eine der möglichen Folgen sind Zwitter, also männliche Blüten an einer weiblichen Pflanze – und damit Samen im eigenen Ertrag.
Die Lichtempfindlichkeit selbst ist kein Defekt und auch kein Hinweis auf eingekreuzte Automatik. Sie ist das Ziel: draußen soll die Pflanze kurz nach der Sommersonnenwende auf den kürzer werdenden Tag reagieren, statt bis in den Oktober vor sich hin zu wachsen. Genau die Empfindlichkeit, die im Freiland nützt, macht sie unter Kunstlicht anfällig.
Aus demselben Grund lässt sich diese Genetik kaum als Mutterpflanze oder Steckling über den Winter bringen. Das ist der Preis von Linien, die ausschließlich draußen und für draußen gezüchtet werden.
Was geht
- Direktsaat am endgültigen Standort, frühestens Anfang Mai.
- Kleines Gewächshaus oder Fensterbank mit natürlichem Tageslicht, ohne Zusatzbeleuchtung.
Zum Geschlecht: bei regulären Samen fällt die Entscheidung ohnehin erst draußen. Wer aussortieren will, wartet die Vorblüte am natürlichen Standort ab. Das kostet Platz und Geduld, und es ist der einzige Weg, der die Pflanze nicht beschädigt.
Wer im natürlichen Lichtzyklus startet, bekommt Pflanzen, die bei guter Versorgung 2 m locker überschreiten und eher bei 3 bis 4 m landen, sofern man sie nicht bewusst kleinhält.
Was für ein Hybrid das ist
F1 heißt: erste Generation aus der Kreuzung zweier verschiedener Elternlinien. Das trifft hier zu. Was viele zusätzlich mit F1 verbinden, trifft nicht zu, nämlich Gleichmäßigkeit. Die entsteht nur, wenn beide Elternteile homozygot sind, also in den betreffenden Erbanlagen doppelt gleich angelegt und deshalb nur eine Variante weitergeben können. Solche durchgezüchteten Linien stehen hier auf keiner der vier Seiten.
Die Mextiza ist leicht stabilisiert, trägt aber noch die Variabilität ihrer Landrassen-Herkunft. Die Ultra Early Love wurde als Sativa-Pheno ausgewählt und chemisch dazu gebracht, männliche Blüten anzusetzen; ihr Pollen ging auf die Mextiza. Die Baglung Nepalese habe ich über vier Generationen offen bestäubt, also als Population erhalten, ohne sie durch Inzucht einzuengen – sie fällt sortentypisch, aber nicht uniform. Und die Ultra Early Love auf der Vaterseite ist regulär eingekreuzt.
Ultra Early Love steht auf beiden Seiten
Rechnerisch steuert die UEL jeweils etwa die Hälfte der Mutter- und der Vaterseite bei und liegt damit in der Neuen Deutschen Hecke bei rund 50 %. Die beiden Elternteile sind also nicht unverwandt, sondern über diese Linie miteinander verbunden. Das war der Plan und nicht ein Nebeneffekt.
Was daraus folgt, ist die einzige Eigenschaft, auf die ich mich bei dieser Generation festlege: die frühe, lichtgesteuerte Blüte ist doppelt angelegt und kommt entsprechend verlässlich durch. Im laufenden ersten Anbaujahr stehen die Pflanzen seit der dritten Juliwoche in Blüte, bei natürlicher Keimung und später Auspflanzung.
Alles andere spaltet auf: Wuchsform, Verzweigung, Aromaanteile, Reifezeitpunkt. Sechs Gründerlinien stecken im Stammbaum, aber sie sind ungleich vertreten – „6-Wege-Hybrid“ beschreibt die Herkunft und nicht die Anteile.
Genetik und Herkunft
Mutterlinie: (Mextiza × UEL) S1 von @arnold / Outdoorking
Die Muttergenetik stammt vom belgischen Züchter Arnold. Es waren feminisierte Samen, und dem einen oder anderen wird das nicht gefallen. Ich halte die Kreuzung trotzdem für ein Meisterstück: aus jedem Samen wurde eine brauchbare Pflanze, und die Linie wird in Belgien und noch etwas weiter nördlich zuverlässig fertig.
Arnolds Arbeit steckt in der Auswahl. Er hat eine Mextiza gefunden, die absolut sativalastig ist und im belgischen Klima trotzdem ausreift. Diese hat er mit einer über mehrere Jahre auf Freilandtauglichkeit selektierten Ultra Early Love verpaart, die er dafür chemisch zur Pollenbildung gebracht hat.
Die Mextiza von Cannabiogen
Die Mextiza ist eine Kreuzung aus NepalJam F6 × Oaxaca ’79, gezüchtet von Charlie Garcia bei Cannabiogen. Dafür hat er drei Landrassen zusammengetragen, also über lange Zeit in ihrer Herkunftsregion gewachsene, nie mit Zuchtlinien vermischte Populationen:
- Jamaican Blue Mountain ’85 – 1985 in den Blue Mountains gesammelt, danach in Spanien akklimatisiert
- Nepal Highland – eine robuste Hochland-Sativa
- Oaxaca ’79 – mexikanische Landrasse
Jamaican Blue Mountain und Nepal Highland wurden gekreuzt und über sechs Generationen bis F6 verfestigt, mit einer Rückkreuzung auf die Nepal: (Nepal Highland × Jamaican Blue Mountain ’85) × Nepal Highland. Rückkreuzung heißt, dass die Nachkommen noch einmal mit einem der Elternteile verpaart werden, um dessen Eigenschaften zu betonen. Die so stabilisierte NepalJam F6 ging anschließend auf die Oaxaca ’79.
Was die Mextiza in diese Linie einbringt, ist hohe Schimmelresistenz bei erhaltenen Sativa-Eigenschaften. Eine kurze Blütezeit gehört ausdrücklich nicht dazu – sie ist eine langblühende Sativa. Der frühe Abschluss der Mutterlinie kommt nicht von ihr, sondern vom frühen Blühbeginn der UEL.
Die Ultra Early Love
Die Ultra Early Love von Reeferman hat Arnold über Jahre gezielt auf Sativa-Merkmale und Freilandtauglichkeit ausgelesen. Sie bringt die früh einsetzende, lichtgesteuerte Blüte mit, auf der diese ganze Kreuzung aufbaut.
Ihre Herkunft ist auf dem Papier gemischt: G-13, ein Indica-Klon, und Santa Marta Colombian Gold, eine Sativa-Landrasse. Nach der jahrelangen Selektion zeigt sie sich deutlich sativadominiert.
Wie die Mutterlinie draußen aussieht
Mextiza × UEL wird groß, wenn man sie lässt. Eine meiner Pflanzen stand bis kurz vor der Blüte in einem 0,5-l-Topf und kam dann ins Freiland. Sie war klebrig von Harz und hat Blüten mit dem Lime-Honig-Aroma gebracht, das an Buttermilch-Zitronen-Eis erinnert.
Eine Sativa dieser Bauart ohne Regenschutz im Freiland fertig zu bekommen, ist nicht selbstverständlich, und es ist Arnolds Selektionsarbeit zu verdanken.
Vaterlinie: Baglung Love Rush F1
Die drei Männchen, die bestäubt haben, stammen aus meiner Baglung Love Rush F1, einer Kreuzung aus der Baglung Nepalese und der regulären Ultra Early Love F6. Sie hat sich als eine meiner besseren Outdoor-Hybriden erwiesen. Was ihr fehlt, ist Gleichmäßigkeit, und aus demselben Grund wie oben: keine der beiden Seiten ist durchgezüchtet.
Die Baglung Nepalese habe ich über vier Generationen offen bestäubt und dabei als Population geführt. Sie steuert Farbe, Schimmelresistenz, einen frühen Blühbeginn und eine kurze Blütezeit bei, dazu fruchtige, beerige und kaugummiartige Aromen mit erdig-haschiger Grundnote. Die Ultra Early Love F6 verstärkt den frühen Blühbeginn, der schon aus der Mutterlinie kommt.
Der exakte Stammbaum
│
├── (Mextiza × UEL) S1 – Outdoorking @arnold
│ │
│ ├── Mextiza [Cannabiogen]
│ │ │
│ │ ├── NepalJam F6 (ACE Seeds / Cannabiogen)
│ │ │ │
│ │ │ ├── (Nepal Highland × Jamaican Blue Mountain ’85) × Nepal Highland
│ │ │ │ ├── Nepal Highland (Landrace)
│ │ │ │ └── Jamaican Blue Mountain ’85 (Landrace)
│ │ │ │
│ │ │ └── Backcross → Nepal Highland (Landrace)
│ │ │
│ │ └── Oaxaca ’79 (Mexican Landrace)
│ │
│ └── UEL [Ultra Early Love – Reeferman, Arnold]
│ ├── G-13 (Indica Clone)
│ └── Santa Marta Colombian Gold (Landrace Sativa)
│ (über Jahre auf Sativa-Merkmale selektiert · chemisch umgekehrt, Pollenspender)
│
└── Baglung Love Rush F1
│
├── Baglung Nepalese (4 Generationen offen bestäubt)
│
└── Ultra Early Love F6 (regulär)
├── G-13 (Indica Clone)
└── Santa Marta Colombian Gold (Landrace Sativa)
(über Jahre auf Sativa-Merkmale selektiert)
Aroma und Charakter
Aus der Mutterlinie kommt das Lime-Honig-Profil mit der Buttermilch-Zitronen-Note, aus der Vaterlinie das Fruchtige, Beerige und Kaugummiartige mit erdig-haschigem Unterton. Wie sich das in der einzelnen Pflanze mischt, ist offen, weil die Generation aufspaltet.
Der Charakter ist klar sativadominiert, also lebendig und klar statt schwer.
Breitengrad und Klima: was sich dazu sagen lässt
Freilandanbau ist Versuch und Irrtum, und keine Sorte deckt alle Breiten ab. Was ich seriös weitergeben kann, sind die Standorte, an denen die beteiligten Linien tatsächlich gelaufen sind, und das ist für die Mutterlinie Belgien und etwas weiter nördlich.
Je weiter nördlich der eigene Garten liegt, desto früher wird es im Herbst kalt und nass, und desto knapper wird das Fenster zwischen Blühbeginn und Reife. Ab einem gewissen Punkt ist der Anbau ein Versuch, den der Käufer fährt und nicht ich. Das ist keine Ausrede, sondern der Grund, warum ich keine Breitengradzusage in diese Beschreibung schreibe: eine Zahl hier würde Sicherheit vortäuschen, die es draußen nicht gibt.
Für wen die Sorte gedacht ist
Für Freilandanbau in Mitteleuropa, bei Leuten, die eine Sativa im Garten stehen haben wollen und bereit sind, aus einer Packung auszulesen. Wer selbst weiterzüchtet, bekommt hier Material mit tiefem Stammbaum und einer klar gesetzten Selektionsrichtung.
Weniger geeignet ist sie, wenn ein planbarer Erntetermin gebraucht wird, wenn indoor vorgezogen werden soll, oder wenn die Saison am eigenen Standort so kurz ist, dass eine Sativa im Oktober nicht mehr durchkommt.
Wo das Projekt hinsoll
Neue Deutsche Hecke ist der Anfang und nicht das Ergebnis. Ich will die Linie über mehrere Jahre auf überwiegend sativatypische Merkmale verfestigen, bei voller Freilandtauglichkeit. Später soll sie auch als Kreuzungspartner dienen, unter anderem mit den Sativa-Landrassen, die ohnehin im Stammbaum stehen.
Das Ziel dabei ist, den Charakter dieser Sativas zu erhalten und so wenig wie möglich daran zu verändern, sie aber freilandtauglich sowie schimmel- und kälteresistent zu bekommen.
Was in der Packung steckt
Zehn reguläre Samen einer sativadominierten Freiland-Kreuzung aus sechs Gründerlinien, mit Lime-Honig-Aroma und der Schimmelresistenz beider Elternseiten. Der frühe, lichtgesteuerte Blühbeginn ist doppelt angelegt und kommt durch; alles Übrige spaltet auf und will ausgelesen werden.
Bildergalerie – Baglung Love Rush F1
Einer der 3 Väter der Neuen Deutschen Hecke, von den anderen beiden existieren nur schlechte Fotos im zurückgeschnittenen Zustand

So schauen die Damen dieser Linie (Baglung Love Rush F1) aus am 30. August,




Inhalt: 10 Reguläre Cannabissamen | Züchter: Bunkerlinge Seeds | Genetik: (Mextiza × UEL) S1 × Baglung Love Rush F1
| Geschlecht | Regulär |
|---|---|
| Genetik | Photoperiodisch |
| Umgebung | Outdoor |
| Züchter | Bunkerlinge Seeds |
- Samenversand: 3-4 Tage National
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